Kann man ein Erdbeben inszinieren? Eine Frage die man sich nach den jüngsten Ereignisse durchaus stellen kann (die Amis konnten ja auch die Mondlandung…egal). Für Chian kam dieses Beben wie ein Geschenk des Himmels. China, die Helden, weche innert Stunden helfen können, während ihre Nachbarn Burma weiterhin ‘keine’ Hilfe leisten können/wollen. Olympia ist gerettet und ‘Free Tibet’ muss eine Erdbebenpause machen.
Und heute 14.05.08 in 20min Online:
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Beben nützt Chinas Image
Mit seiner Katastrophenpolitik will Peking nach der Tibet-Krise den ramponierten Ruf verbessern. Selbst der Regierungschef steigt in die Stiefel und zeigt sich beim Volk.
Die Opferangaben steigen und steigen: Bereits ist die Rede von 50 000 Toten, die das schlimmste Erdebeben Chinas seit den letzten 30 Jahren gefordert hat. Im Gegensatz zum Nachbarn in Burma zeigt die Führung in Peking der Welt allerdings, was Effizienz ist: Bis in die hintersten Dörfer dringt die Volksbefreiungsarmee, Zelte und Nahrung werden verteilt; erste Hilfslieferungen haben gestern auch die Überlebenden im Zentrum des Erdbebengebiets erreicht. Dort, in Yingxiu, ist die Lage den Behörden gemäss noch «viel schlimmer als erwartet.» Von den einst 10 000 Einwohnern hätten nur 2300 überlebt. Bis zu 26 000 Menschen werden noch unter den Trümmern vermutet.
Die Politiker demonstrieren Mitgefühl: Selbst Premierminister Wen Jiabao steigt in die Gummistiefel und besucht die Opfer. Den Kindern verteilt er persönlich Geschenke und stellt sich ihnen als «Opa Wen» vor. Gegenüber dem Westen gibt sich die Führung versöhnlich: Bei der Ladenkette Carrefour, eben noch Opfer eines chinesischen Boykottaufrufs, bedankte man sich für das Hilfsangebot.